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Knoten, Büffelwinde und Hydropresse

Am heutigen Mittwoch stand der Dienst ganz im Zeichen der Bewegung von Lasten. Da wieder reichlich Jugendliche den Weg in den Ortsverband gefunden hatten, teilten wir die Jungs in drei Gruppen auf.

Die erste Gruppe befasste sich mit dem sehr unbeliebten Thema der Knotenkunde. So wurden am Geländer des Hauses vor allem der Mastwurf und der einfache Ankerstich immer wieder neu gebunden und einander gezeigt.

Die zweite Gruppe befasste sich zeitgleich mit dem Bewegen von Lasten anhand eines Hydraulikhebers, umgangssprachlich auch „Büffelwinde“ genannt. Diese Büffelwinde funktioniert ähnlich wie ein Wagenheber. Dank der verstellbaren Hebeklaue und des Bedienhebels ist die Büffelwinde allerdings flexibler einsetzbar. Während die Gruppe nun an einer Palette mit Steinen das richtige Anheben und Ablassen übte, gab es auch noch Hintergrundwissen zum Unterbauen von angehobenen Lasten (schwebende Lasten) dazu. Trotz des hohen Gewichtes der Büffelwinde, gelang es den Jugendlichen diese so zu positionieren, dass die Steine gleichmäßig angehoben werden konnten.
Natürlich gibt es aber auch größere Flächen die angehoben werden müssen, um beispielsweise einen Menschen unter Trümmern hervorzuholen. Mit einer Büffelwinde kommen wir da leider nicht sehr weit.

Deshalb befasste sich die dritte Gruppe mit der Hydropresse. Die Hydropresse besteht aus einer handbetriebenen Pumpe, einem Verteilerventil und zwei Hydropressen (Zylindern). Mit Schläuchen wird das Verteilerventil an die Pumpe angebracht und die Zylinder am Verteiler. Durch die Betätigung der Pumpe wird Öl durch das Ventil an die Zylinder weitergegeben, in denen nun ein Kolben ausgefahren wird. So kann man auch größere Flächen gleichmäßig anheben. Durch das Ventil kann man auch nur einen Zylinder ausfahren lassen, um die Last ungleichmäßig anzuheben. Bei Lasten, die man zur Seite schieben möchte, würde sich dieses Verfahren erst einmal anbieten. Unser Szenario allerdings verlangte ein gleichmäßiges Anheben des aus EGS-Teilen gebauten Konstruktes. Nachdem die Kolben ausgefahren waren, zogen die Jugendlichen behutsam das Opfer unter der Konstruktion hervor.

Während der zwei Stunden wurden die Gruppen durchgetauscht, sodass alle alle Stationen einmal durchlaufen mussten. Am Ende wurde alles wieder ordentlich auf die Fahrzeuge und in die Halle verstaut und der Dienst für diesen Mittwoch beendet.